Musikbeispiele:

Jedes kleine Mädel:

Heia in den Bergen:

Du sollst der Kaiser meiner Seele sein:

Presse:

Saarbrücker Zeitung vom 25.2.2008:

Wormser Zeitung vom 21.5.2007:

Main-Rheiner vom 21.03.2005:

Wormser Zeitung vom 13.09.2005:

"Frech, frivol, zuweilen erotisch und sehr prickelnd wie ein Glas Sekt. Mit
diesen Worten lässt sich die musikalische Veranstaltung "Unser ganzer Stolz"
umschreiben, die in der Anhäuser Mühle stattfand. Das Trio entführte die
Zuhörer in die liebliche Welt der Operette aus den zwanziger und dreißiger
Jahren. ()
Der atmosphärische Ratssaal bot genau die richtige Akustik, um die
reizvollen Liedbeiträge wie einen bunten Blumenstrauß aufgehen zu lassen.()
Susanne Thomas, Anke Trittin und Andreas Reichel verstanden es, den alten
Liebesliedern neues Leben einzuhauchen und sie in die Gegenwart zu
retten.()...das Publikum schwelgte dabei in sinnlicher Verzückung bei der
meisterhaften Darbietung.()
Optischer Anziehungspunkt waren die beiden weiblichen Akteure, die zu jedem
Lied ein anderes Kostüm trugen und einen Einblick gewährten, wie glamourös
die Abendgarderobe einer Diva in den 20er Jahren aussah. Dass Robert Stolz
nicht nur Operetten komponierte, sondern auch die Kunst des
Lichtspieltheaters musikalisch untermalte, bewies das witzige Trio in
balladesken Nummern(). von Christian Hoffmann, Wormser Zeitung vom
13.09.2005"

 

Saarbrücker Zeitung vom 03.03.2010:

"Wie kommen die bloß miteinander aus? Wie die Katze mit der Mickymouse." Wenn Anke Trittin und Susanne Thomas auf der Bühne stehen, avanciert Hollaenders Blondinen-Lied zum charmanten Zickenkrieg zwischen Sopran und Mezzosopran. Die beiden hübschen Sängerinnen vom Mainzer Staatstheater boten nicht nur ein Ohren-, sondern auch einen Augenschmaus im Heusweiler Rathausfestsaal.

Für jedes Lied schlüpfen sie in ein anderes schillerndes Kleid. Und sowohl was die Lieder, als auch die Kleider anging, so ist eines schöner als das andere. Ob als Diva oder Grande Dame, ob als Star, Sternchen oder leichte "Muse", die beiden sind immer absolut stilsicher. Verführerisch wie Marylin haucht Anke Trittin "Diamonds are girls best friend". Mit Wipperöckchen, Chanelkette und Augenzwinkern macht sie sich auf die Suche nach dem großzügigen "Big Spender". Aufmunternd schlenkert das Handtäschen zu den gesungenen Avancen.

 Auch Susanne Thomas zeigt sich als schillernde Persönlichkeit mit vielen Facetten, so verkörpert sie ebenso überzeugend die Figur der "Evita" wie sie zu "Memories" aus dem Musical "Cats" in die Rolle der herzallerliebsten schwarz-silbern gestreiften Tigerkatze schlüpft.

Die "West Side Story", "La bohème" und auch der Film "Der Mann, der Sherlock Holmes war" gehören zum Programm. Das Schöne an dieser Revue: Jedes Lied wird als eigenständiges kleines musikalisches Bühnenstück präsentiert.

 In funkelnden roten Kleidern mit schwarzer Spitze im Haar und eleganten Fächern in der Hand präsentieren sie im Duett das Titellied "Das machen nur die Beine der Dolores". Spanisches Temperament beweisen sie auch mit "Habanera" aus Bizets Oper "Carmen". In rheinischer Version gibt es das als Zugabe: "Lass mich, lass mich mal deine Carmen sein. Und bütz mich, bütz mich. Olè!".

 Filmreif war auch der Dritte im Bunde, der Pianist Wolfgang Nieß. Der gab nicht nur hinreißend den Mann am Klavier, sondern er wirkte auch als Moritatensänger - "das hat mich sehr verdrossen, da hab ich sie erschossen" - bei der Revue mit. Sonderapplaus erntete Nieß nach der Pause, als er mit wehenden Rockschößen, Kummerbund und Fliege (das alles in Champagnerfarbe) und schwarzem Künstlerhemd zur Bühne strebte.

Alles in allem war es ein wunderbarer Abend. Und es wundert wohl niemand, dass das Trio auch noch eine zweite Zugabe geben musste. Als das Publikum dann immer noch nicht aufhörte zu klatschen, fing das Trio einfach wieder von vorne an und sang: "Das machen nur die Beine der Dolores, dass die Seniores nicht schlafen gehn. Denn die Toreros und Matadores . . .".

Wormser Zeitung 21.05.2012:

Konzertabend mit „ Unser ganzer Stolz“ in Anhäuser Mühle

Prächtige Kostüme, legendäre Songs, ein munteres Klavier, und nicht zuletzt zwei prägnante Stimmen prägten den mit „Diven, Stars und Sternchen“ betitelten Konzertabend in der Anhäuser Mühle. Anke Trittin (Mezzosopran) und Susanne Thomas (Sopran) sangen sich durch Klassiker aus Operette, Musical und Filmmusik, für die unverzichtbare Klavierbegleitung und humoristische Akzente sorgte Wolfgang Nieß.

 In der Anhäuser Mühle ist „Unser ganzer Stolz“ gut bekannt, hat es in den vergangenen Jahren bereits mehr als nur einen Auftritt absolviert. Doch mit Pianist Wolfgang Nieß ist doch ein neues Gesicht im Ensemble zu entdecken, ein Umstand, der Anke Trittin zu der koketten Bemerkung veranlasst, einen hohen Männerverschleiß zu haben. Nieß ließ alle Spötteleien gutmütig über sich ergehen und plusterte sich nur auf, wenn er während der Umziehpausen der Damen die Bühne für sich alleine hatte. Dann rezitierte er amüsante Gedichte und Bonmots, darunter auch eine skurrile Erzählung, in der er seine zahlreichen Liebschaften auf die fantasievollste Weise um die Ecke brachte.

 Nicht weniger fantasievoll die Kleidung der Diven, die das ganze Spektrum der Ufa-Glanzzeit abdeckten. Ob glitzernde Abendrobe, eher strenges Kostüm oder das offenherzige Kleid einer verrufenen Lebedame - dem Auge wurde hier einiges geboten. 

Doch trotz der teils albernen Späße, den aufwändigen, stets wechselnden Kostümen der Sängerinnen - im Mittelpunkt des Abends stand die Musik. Hier setzte „Unser ganzer Stolz“ auf die Macht der Nostalgie, präsentierte eine legendäre Melodie nach der andern. „Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt“, „Für mich soll’s rote Rosen regnen“ oder „Meine Lippen, sie küssen so heiß“, die Damen intonierten mit Leidenschaft und Stimmgewalt. Die Mikrofone, die sie die meiste Zeit benutzten, hätten die Sängerinnen gar nicht nötig gehabt. Im Falle von „Memories“ wäre unverstärkter Gesang vielleicht sogar besser gewesen, denn Susanne Thomas sang hier derart kraftvoll, dass an manchen Stellen ein regelrecht übersteuerter Klang zu hören war.

 Insgesamt war es ein gelungener Abend für Genießer von Schlagern und Operettenmelodien, mit Kunst und Sachverstand vorgetragen. Das Publikum ließ durch seinen kräftigen Applaus jedenfalls erkennen, dass „Unser ganzer Stolz“ seinen Nerv getroffen hat.